Die eigenen vier Wände im 21. Jahrhundert

Wohnzimmer Trends modern

Stil und Funktionalität, das ist es, was der moderne Mensch von seiner Wohnungseinrichtung erwartet. Dies gilt beileibe nicht nur für die Wasserhähne im Haus, sondern auch für alle anderen Elemente von den weiteren Sanitärprodukten über die Möblierung bis hin zu der digitalen Automation: ein Exkurs in die Einrichtungswelten des 21. Jahrhunderts.

Die Metamorphose des modernen Badezimmers

Fliesen im Badezimmer waren bis vor wenigen Jahren noch ganz normaler Standard, doch inzwischen hat sich auf diesem Gebiet ganz viel getan. Immer mehr Haus- und Wohnungsbesitzer verzichten auf die bis dato unentbehrlichen Keramik-Platten und entscheiden sich stattdessen für eine schicke Alternative. Manchmal handelt es sich dabei um einen eleganten Kalk-Marmor-Putz, ein anderes Mal entscheiden sich die Leute für eine spezielle Badezimmertapete oder für dekorative Kunstharzüberzüge: Die Möglichkeiten sind ohne Frage vervielfältigt, und immer mehr Einrichtungsfreunde werden darauf aufmerksamen.

In Kombination mit einer Wasserfall-Mischbatterie, eventuell sogar inklusive LED-Beleuchtung, ergeben sich ganz neue, harmonische Raumbilder, die sich stark von der Badezimmerästhetik der vorherigen Jahre abheben. Hinzu kommen manchmal noch ungewöhnliche Bodenbeläge wie Feuchtraum-Laminat mit einem Kern aus echtem Kork, sodass sich teilweise sogar eine echte Wohnzimmeratmosphäre ergibt. Gerade für die nackten Füßen sind warme, flexible Untergründe eine wahre Wonne, ganz anders als die sonst üblichen kalten, harten Bodenfliesen. Aber Achtung: Feuchtraum-Beläge sollten möglichst durch einen Profi auf den Boden gebracht werden, um wirklich jede Lücke zu schließen, durch die vielleicht Wasser unter das Laminat gelangen könnte! 

 

Das Wohnzimmer schlüpft aus seinem Kokon

Wo wir gerade beim Wohnzimmer sind: Auch dieser im Privatleben äußerst zentrale Raum hat in letzter Zeit eine kleine Evolution hinter sich gebracht. Die damalige “gute Stube”, in der kein Krümelchen auf dem Boden liegen durfte, ist zum Raum für alle Fälle geworden, wo sich jeder jederzeit wohlfühlen darf. Um das eigene Wohnzimmer insbesondere für Partys interessanter zu gestalten, ist es auch erlaubt, ungewöhnliche Ideen zu verwirklichen. So sorgt der Bau eines eigenen Pokertisches sicherlich für die einen oder anderen neidischen Blicke – und im Anschluss für Aufforderungen, öfter mal wieder ein heimisches Beisammensein zu veranstalten. Um die Freunde dann vollständig umzuhauen, ließe sich die ganze Szene noch mit zusätzlicher Home-Automation verknüpfen, bei der auf ein Stichwort oder einen Knopfdruck hin gleichzeitig die Rollos herunterfahren und Casino-Musik beginnt. Natürlich alles in Begleitung einer perfekt inszenierten Lichtstimmung.

So wird die ehemals gute Stube zur Bühne für den ganz großen Auftritt. Und sie verspricht viel mehr Spaß und Abwechslung als jemals zuvor, auch für ausgeflippte Freundeskreise. Wenn die Party dann vorbei ist, lässt sich der Pokertisch wieder abbauen und verstauen, während Beleuchtung und Musik einen passenden Schwenk vollziehen: So kann danach der Alltag ganz normal weitergehen.

Die Küche als neue gesellige Wohlfühlzone

Dies alles ließe sich in abgeänderter Form auch auf die Küche übertragen, die sich längst vom schlichten Nutzraum zur Wohlfühloase gewandelt hat. In einer modernen Küche soll sich nicht nur der Kochende absolut wohlfühlen, nein, sie dient auch als Speisezimmer- und Kommunikationsraum. Hier treffen sich die Haushaltsmitglieder regelmäßig zu einem gemütlichen Plausch und auch Gästen wird sehr gern Zutritt gewährt. Entsprechend freundlich und gemütlich sollte es zugehen, aber auch möglichst modern und manchmal auch ziemlich peppig.

Die Beleuchtung spielt in der Küche eine große Rolle, und das nicht nur, damit der dort Arbeitende auch am späten Abend noch ganz entspannt Obst und Gemüse schnippeln kann. Licht erzeugt Stimmung, darum sind dimmbare Lampen und vielleicht sogar vielfarbige Stimmungslichter in der Küche hervorragend angebracht. Flexible Rollos an den Fenstern sorgen dafür, dass die Sonne von draußen nicht blendet – und natürlich darf auch in der Küche der Smart-Home-Effekt nicht fehlen. Ein über der Arbeitsplatte angebrachtes Display könnte zum Beispiel die schönsten Rezepte anzeigen inklusiver appetitanregender Bebilderung. Der programmierbare Kaffeevollautomat hat den aromatischen Wachmacher bereits zubereitet, wenn der Küchenbesitzer morgens müde aus dem Bett stolpert, während der Touchscreen auf dem Kühlschrank die heute fälligen Einkäufe anzeigt.

Foto by David Adam Kess (Author), CC BY-SA 4.0 (Licence)

Individualität macht sich breit

Im Grunde zeigt die Entwicklung der Wohnungseinrichtung genau dieselbe rasante Kurve, wie bei den Mischbatterien. Beides wird zunehmend vielfältiger, individueller und zugleich auch interessanter. Der Mensch kann im Interieur sehr viel mehr sein und sich intensiver ausleben als noch vor wenigen Jahrzehnten. “Modern” ist im Grunde alles, was gefällt, auch der Retro- und Shabby-Stil, ebenso wie futuristische Designs, die weit in die Zukunft greifen. Wer es sich finanziell leisten kann, der schafft sich den perfekten Wohnraum, zugeschnitten auf seine speziellen Bedürfnisse, den er immer wieder ein Stück weit verbessert. Je nachdem, was Design und Technik gerade hergeben. Besucher, die eine solche Wohnung betreten, erfahren sogleich einiges über den Charakter des Bewohners, seine Vorlieben und Eigenarten.

Das neue Wohnen macht Spaß, so viel steht fest. Wenn schon die Mischbatterien nicht mehr nur zum reinen Säubern von Haut und Geschirr da sind, sondern uns maximale Freude bereiten sollen, dann hat sich etwas Grundlegendes zu unseren Gunsten verändert. Genau das sollten wir ausführlich nutzen, um Wohn- und Lebensräume zu schaffen, die voll und ganz unseren Ansprüchen entsprechen.

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